So läuft eine Gebäudeinspektion mit Archimede ab – in drei Schritten

KI-Schadenskarte einer historischen Backsteinfassade: von Archimede farblich markierte Auffälligkeiten auf dem Gebäude-Orthofoto

Wenn von Drohneninspektion die Rede ist, denken die meisten zuerst an den Flug. Und das ist auch schon richtig: Ein gut durchgeführter Flug mit den richtigen Bildern in hoher Qualität ist die Grundlage für die spätere Analyse. Es muss jedoch beides passen – Datenqualität und Analyse –, um Ergebnisse zu erzeugen, die bei der Instandhaltung der Immobilie wirklich helfen.

Konkret liefert Archimede Ihnen als Eigentümer oder Verwalter einen schnellen Überblick über Ihre Immobilie und handlungsfähige Empfehlungen.

Wie tief dieser Überblick reicht, entscheidet sich schon vor dem Flug – und diese Weichenstellung prägt den ganzen weiteren Ablauf: Wollen Sie ein Objekt im Detail verstehen oder Ihren Bestand schnell und vergleichbar bewerten?

Denn es gibt bei Archimede zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

Die Detail-Inspektion begutachtet ein Gebäude in der Tiefe – jede Auffälligkeit wird erfasst, bewertet und mit einer Handlungsempfehlung versehen. Sie ist der richtige Weg, wenn Sie für ein konkretes Objekt genau wissen wollen, was zu tun ist und in welcher Reihenfolge.

Die Express-Inspektion beantwortet eine andere Frage: In welchem Zustand ist mein Portfolio? Sie liefert schnell und mit einheitlichem Maßstab einen Überblick über viele Gebäude. Ihr widmen wir einen eigenen Beitrag.

Dieser Artikel folgt der Detail-Inspektion – unserem Leistungspaket ArchiSpect – von Anfang bis Ende. Drei Schritte: Befliegung, Analyse, Ergebnisse.

Schritt 1: Die Befliegung

Archimede-Drohne im Flug dicht über einem Ziegeldach bei der systematischen Befliegung eines Gebäudes
Systematische Befliegung von Dach und Fassade – in meist weniger als 2 Stunden.

Am Anfang wird ein Termin abgesprochen. Bei einer normalen Inspektion ist grundsätzlich jeder Termin geeignet, idealerweise mit etwas Vorlauf. Bei dringenden Befliegungen können wir innerhalb von maximal zwei Werktagen einen Termin anbieten.

Der Mieter sollte informiert werden, bei Mehrfamilienhäusern idealerweise mit einem kurzen Aushang, den wir zur Verfügung stellen und der den Bewohnern die Drohnenbefliegung kurz ankündigt.

Um die fliegerische Seite kümmern wir uns – Flugvorbereitung, erforderliche Genehmigungen etc. Von Ihnen brauchen wir dann nur den Zugang zum Objekt, wenn dieses nicht frei zugänglich sein sollte und gegebenenfalls eine Kontaktperson vor Ort.

Vor Ort dauert die Befliegung eines Gebäudes – je nach Größe – in der Regel nur wenige Stunden. Für ein Wohnhaus mit 40 Wohneinheiten rechnen wir beispielsweise mit rund einer Stunde Flugzeit.

Die Drohne nimmt Fassaden und Dach systematisch und vollständig auf – jede Aufnahme mit 48 Megapixeln, gestochen scharf bis zur einzelnen Fuge und zum einzelnen Riss. Auf Wunsch ergänzen wir eine Thermografie, etwa um Feuchte oder Wärmebrücken sichtbar zu machen, die das Auge nicht sieht. Bei einer vorhandenen PV-Anlage kann diese in einem Zug auf Leistungseinbußen und Problemstellen untersucht werden.

Zwei Dinge sind Bewohnern und Betreibern besonders wichtig, deshalb vorab:

  • Der laufende Betrieb und die Mieter werden kaum gestört, oft bekommen Mieter und Nutzer den kurzen Termin überhaupt nicht mit.
  • Der Datenschutz ist integraler Teil des Prozesses: Fenster, Personen, Kfz-Kennzeichen werden durch Archimedes KI automatisch unkenntlich gemacht.

Schnell ist die Datenaufnahme und damit der sichtbare Teil vorbei. Jetzt beginnt der Teil, der aus den Rohdaten Ergebnisse macht, die Sie handlungsfähig machen.

Schritt 2: Die Analyse

Rot markierter Fassadenschaden an einer Klinkerecke; ein Fenster ist zum Datenschutz automatisch unkenntlich gemacht
KI-markierter Schaden; Fenster werden automatisch unkenntlich gemacht.

Ein einzelnes Gebäude liefert schnell hunderte Aufnahmen. Diese Anzahl Bild für Bild von Hand zu sichten, wäre weder bezahlbar noch in vertretbarer Zeit möglich. Hier kommt die Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel.

Die Schadens-KI übernimmt die Fleißarbeit: Sie sichtet jede einzelne Aufnahme und markiert Auffälligkeiten – eine Rostspur am Fensterblech, eine Blase im Bitumendach, einen Riss im Putz, einen schadhaften Anschluss. Angelernt wird sie von unseren eigenen Bauschadensgutachtern, ähnlich wie ein Lehrling: Sie lernt zu erkennen, worauf ein erfahrenes Auge achtet.

Die KI macht auch eine Einschätzung, welcher Schaden relevant ist und was nur eine optische Auffälligkeit ohne großes Risiko für Folgeschäden.

Denn nicht jede Auffälligkeit ist ein Schaden. Ein älteres Gebäude hat hunderte optische Besonderheiten – Verfärbungen, Alterungsspuren, Kleinigkeiten. Die entscheidende Leistung ist, das Kritische von den rein kosmetischen Auffälligkeiten zu trennen.

Unsere Gutachter prüfen die markierten und vorausgewählten Funde der KI: Wie dringlich ist der Schaden? Droht ein Folgeschaden – wird aus einer kleinen Rostspur in einigen Jahren ein Fensteraustausch oder aus einer undichten Fuge ein durchfeuchteter Aufbau?

Für diese Auswertung samt Bewertung sollten Sie bei einem Gebäude typischerweise ein bis zwei Wochen einplanen.

Schritt 3: Die Ergebnisse

Archimede-Cloud-Plattform: Schadensdetailansicht eines beschädigten Schneefangs mit Bewertung, Kostenschätzung und Verortung
Jeder Schaden in der Archimede Cloud: Bewertung, Kostenschätzung und Verortung auf einen Blick.

Archimedes Inspektionen liefern direkt nutzbare Informationen, dadurch steht am Ende kein Ordner mit mehreren hundert Fotos, den ohnehin niemand durchsieht. Das Ergebnis besteht aus zwei perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten.

Das eine ist ein kompakter Bericht – die priorisierte Zusammenfassung: welche Befunde es gibt, wie dringlich diese sind und ob eine Behandlung/Reparatur empfohlen wird. Das Dokument, das alle relevanten Informationen für die Projektverantwortlichen, Eigentümer oder ausführende Fachfirmen zusammenfasst. In dem Bericht ist jeder Schaden mit Foto auf einem neu von uns erstellten Gebäudeplan verortet und bemaßt. So kann jeder Handwerker auch ohne vorherigen Termin vor Ort direkt ein konkretes Angebot erstellen.

Das andere ist die Archimede Cloud Plattform – Ihre interaktive Arbeitsumgebung. Für jeden Anwendungsfall können Sie individualisierte Berichte zusammenstellen, beispielsweise einen Bericht, der ausschließlich die für den Dachdecker relevanten Schäden enthält. Außerdem ist dort jede einzelne Aufnahme präzise auf dem digitalen Gebäudeplan verortet. Sie klicken auf eine Stelle der Fassade, und alle Bilder zu genau diesem Punkt erscheinen: verschiedene Winkel, verschiedene Abstände, gegebenenfalls die Thermografie, und sobald ein Gebäude mehrfach beflogen wurde, auch die Aufnahmen früherer Befliegungen.

Fassaden-Orthofoto in der Archimede-Cloud mit herausgezoomten Detailaufnahmen, die einzelne Stellen am Gebäudeplan verorten
In der Archimede-Cloud ist jede Aufnahme und jeder Schaden präzise auf dem digitalen Gebäudeplan verortet.

Die Herausforderung liegt nicht in der Datenmenge, sondern darin, die relevante Stelle schnell und gezielt zu finden.

Durch unsere Priorisierung bekommen Sie keine unsortierte Liste von hundert Auffälligkeiten, sondern sehen, wo es sofortigen Handlungsbedarf gibt – und was warten kann.

In Kürze

Wenn Sie also ein Gebäude im Detail betrachten wollen, sieht der Prozess so aus: Die Befliegung erfolgt innerhalb weniger Stunden. Anschließend werden die Aufnahmen durch unsere KI und Gutachter in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen analysiert. Danach erhalten Sie alle Ergebnisse übersichtlich aufbereitet als Bericht, mit klarer Priorisierung und zusätzlich auf der Archimede-Cloud-Plattform.

Wenn Ihre Frage eher lautet „In welchem Zustand ist mein gesamter Bestand?“, ist die Express-Inspektion der passendere Weg. Sie ist schnell, kosteneffizient und speziell für den objektiven Vergleich Ihrer Gebäude sowie eine gezielte Instandhaltungsplanung optimiert. Dazu bald mehr in einem eigenen Beitrag.

Lernen Sie Archimede an Ihrem eigenen Gebäude kennen.

Weitere Beiträge